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Die Klarinette ist ein transponierendes Musikinstrument aus der Familie der Holzblasinstrumente. Sie hat eine vorwiegend zylindrische Bohrung und ist mit einem Mundstück mit einfachem Rohrblatt ausgestattet. Der Name des Instruments („kleines Clarino“) wird darauf zurückgeführt, dass sie im hohen Register ähnlich klingt wie die hohe Clarin-Trompete, deren Funktion sie im 18. Jahrhundert auch teilweise einnahm. Spieler der Klarinette nennt man Klarinettisten.

Die Bassklarinette ist ein Holzblasinstrument, der Bass der Klarinettenfamilie. Als transponierendes Musikinstrument klingt sie in tief-B, also eine große None tiefer als notiert. Die Kontrabassklarinette liegt noch eine Oktave tiefer, die Subkontrabassklarinette ist das tiefste Instrument der Klarinettengattung. In manchen älteren Werken (z. B. bei Wagner oder Maurice Ravel) wird auch eine Bassklarinette in A verlangt. Da aber Instrumente in dieser Stimmung heute nicht mehr gebaut werden, muss der Klarinettist die Stimme transponieren. Abgesehen von der normalen Notation im Violinschlüssel wird, vielfach in französischen Werken, auch der Bassschlüssel verwendet, in dem eine Oktave tiefer, also einen Ganzton über dem klingenden Ton, notiert wird.

Teile der Klarinette

Der Korpus der Klarinette besteht üblicherweise aus Grenadillholz, manchmal auch aus Buchsbaum-, Ebenholz oder Kunststoff, selten aus Metall. Die Klappenmechanik ist in der Regel aus versilbertem Neusilber, selten aus Messing, Silber, Gold oder Nickel. Die Gesamtlänge der B-Klarinette beträgt ungefähr 66 cm (71 cm bei der A-Klarinette), die Innenbohrung ist etwa 14,6 bis 15,2 mm weit.

Um einfacher hergestellt, transportiert und gewartet werden zu können, besteht die Klarinette aus fünf getrennten Teilen, die mit korkbelegten Zapfen ineinander gesteckt werden:

Der Trichter wird auch Becher, Stürze, Schallstück oder Schallbecher genannt. Er ist für den Klang der tiefsten Töne ausschlaggebend.

Am Ober- und Unterstück befinden sich die Tonlöcher und Klappen. Im Gegensatz zum zylindrischen Oberstück ist das Unterstück in seiner unteren Hälfte leicht konisch geformt, also engmensuriert. An seinem oberen Ende ist außerdem ein kleiner Griff angebracht, mit dem das Instrument, auf den rechten Daumen gestützt, beim Spielen gehalten wird.

Das schnabelförmige Mundstück wird aus gehärtetem Kautschuk, früher auch aus Holz hergestellt. Moderne Mundstücke sind aus Kunststoffen wie Ebonit oder Acryl, auch aus Glas, Metall oder Plastik. Der eigentliche Tonerzeuger ist das etwa 12,5 mm breite einfache Rohrblatt (kurz „Blatt“ oder „Blättchen“ genannt, siehe auch Zunge), das am Mundstück (auch Schnabel genannt) befestigt wird. Es ist fast immer aus Rohrholz (Pfahlrohr, Arundo donax), da Kunststoff-Blätter bisher nur selten zu einem befriedigenden Klang führen. Zur Befestigung werden je nach gewünschtem Klang und nach Gewohnheit des Klarinettisten Metallhalter, Kunststoffhalter (beide Blattschrauben oder Ligaturen genannt) verwendet oder im Deutschen System auch ca. 50 cm lange Blattschnüre, mit denen Mundstück und Rohrblatt umwickelt werden.

Zum Stimmen des Instrumentes verwenden Klarinettisten einerseits Birnen unterschiedlicher Längen, andererseits kann auch die Birne einige Millimeter aus dem Oberstück gezogen werden, um tiefer zu intonieren. Die Bonner Klarinettisten Henry Paulus und Matthias Schuler haben 2008 eine stufenlos stimmbare Klarinettenbirne entwickelt, die nicht mehr herausgezogen werden muss. Stattdessen lässt sie sich über einen geriffelten Drehring einstellen, ähnlich wie bei einem Zoomobjektiv (deswegen nennen sie ihre Erfindung "Z-Birne").[2] Üblicherweise wird die B-Klarinette zunächst auf dem notierten h1 gestimmt (klingend a), gegebenenfalls werden h und h2 verglichen. Auch die Überprüfung der Unterquinte e oder der e-Moll-Dreiklang sind weitere Indizien für die Sauberkeit der Intonation. In extremen Fällen kann außer dem Birnenauszug noch das Oberstück aus dem Unterstück gezogen werden (Korrektur in der Mitte), falls die Stimmung viel zu hoch ist. Im Gegensatz zu Sinfonieorchestern oder Kammermusikensembles stimmen Blasorchester (der Blechbläser wegen) oft auf dem klingenden b ein. In dem Fall spielen die Klarinettisten dann notiert c.

Griffsysteme

Die zwei vorherrschenden Griffsysteme sind das deutsche Griffsystem, das vor allem in Deutschland und Österreich und verwendet wird, und das heute international weit verbreitete französische System (Böhm-System) andererseits. 

Das deutsche Griffsystem leitet sich von der historischen Griffweise ab; die Grundgriffe der modernen Oehler-Klarinette gleichen im Wesentlichen noch immer denen der 5-Klappen-Klarinette, die zur Zeit Mozarts gespielt wurde. Sie wurde lediglich durch Feinheiten verändert. Wesentliche Neuerung war die von Iwan Müller eingeführte Polsterung, der Gabelmechanismus für das b und das f", sowie die Verbesserung desselben durch Oskar Oehler. Das deutsche Griffsystem war vor der Erfindung des Böhm-Systems in allen Ländern verbreitet; als «deutsch» wird es erst bezeichnet, seit das Böhm-System Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich zum Standard wurde.

Das Böhm-System beruht auf Theobald Böhms Entwicklungen für die Querflöte. Es wurde aber nicht von Theobald Böhm selbst, sondern von Hyacinthe Klosé entwickelt. Der Unterschied liegt im Wesentlichen darin, dass die Gabelgriffe für b und f auf h und fis verlegt wurden und die Griffe der kleinen Finger konsequent redundant gestaltet wurden, sodass die Böhm-Klarinette ohne die für die deutsche Klarinette typischen Rollverbindungen zwischen den Klappen auskommt.

Neben Unterschieden in der Griffweise unterscheidet sich die französische Klarinette von der deutschen Klarinette traditionell durch ein etwas breiteres Mundstück, längere konische Abschnitte, stärker unterschnittene Grifflöcher und eine leichtere Bauweise. Dadurch ist der Klang der Böhm-Klarinette schärfer, flexibler und obertonreicher. Der Klang der deutschen Klarinette wirkt reiner, sonorer und wärmer. Das Klangideal ist aber nicht direkt mit dem Griffsystem verbunden: Die bereits 1850 in Belgien entwickelte Albert-System-Klarinette ist im Wesentlichen eine Klarinette mit französischem Klangideal und klassischer «deutscher» Griffweise. Die in der osteuropäischen Volksmusik und in manchen Bereichen des Jazz eingesetzten Klarinetten haben üblicherweise ein einfaches deutsches Griffsystem, aber einen selbst im Vergleich mit der französischen Klarinette sehr hellen Klang. In der jüngsten Zeit werden auch Klarinetten mit dem Klangideal der deutschen Klarinette mit Böhm-Griffsystem gebaut und unter dem Namen «Reform-Böhm» lanciert, und manche Klarinettisten benutzen Mundstücke mit französischem Schnitt auf der deutschen Klarinette, was zu einem dunklen, weichen Klang führt. Da auch die Weite der Bahnöffnung, der Boden des Mundstücks, das Blatt und nicht zuletzt der Spieler selbst wesentlich zum Klangergebnis beitragen, kann natürlich auch auf klassischen französischen Klarinetten ein warmer und auf deutschen Klarinetten ein schärferer Klang erzeugt werden.

Neben den genannten Systemen gibt es noch weitere, wie z. B. das «Pupeschi-System» oder das «Mazzeo-System», die sich jedoch nicht durchsetzen konnten.

Außerhalb von Deutschland und Österreich werden heute nahezu ausschließlich Böhm-Klarinetten verwendet. Das deutsche System war bis Mitte des 20. Jahrhunderts auch in Osteuropa weit verbreitet, wurde jedoch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weitgehend vom Böhm-System abgelöst. In den Niederlanden war lange Zeit das Reform-Böhm-System sehr beliebt.

Quelle Text: Wikipedia external-link-icon (bearbeitet/gekürzt)

 

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