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Die Posaune ist ein tiefes Blechblasinstrument, das aufgrund seiner weitgehend zylindrischen Bohrung (enge Mensur) zu den Trompeteninstrumenten zählt. Die Posaune besteht aus einem S-förmig gebogenen zylindrischen Rohr, in das an einem Ende ein Mundstück eingesetzt wird und das sich am anderen Ende zum Schalltrichter öffnet.

Aufbau und Funktion

Die Posaune besteht aus einem S-förmig gebogenen zylindrischen Rohr, in das an einem Ende ein Mundstück eingesetzt wird und das sich am anderen Ende zum Schalltrichter öffnet (auch: Stürze oder Schallbecher).

Alle Bauformen der Posaune werden mit einem Kesselmundstück gespielt.

Dank ihrer Mensur klingen die Töne der Posaune härter als bei den Instrumenten der Bügelhornfamilie, die ein sanfteres Klangvolumen zeigen. Die Mensur wirkt sich auch auf die Schallenergie aus. So wird der Schall bei einer Posaune stärker gebündelt als beispielsweise bei einem Tenorhorn.

Der Ton entsteht wie bei allen Blechblasinstrumenten durch die Vibration der Lippen des Spielers am Mundstück zur Anregung stehender Wellen in der Luftsäule des Instruments.

Die dynamische Spannbreite liegt bei etwa 37 dB. Die Schallpegel nehmen in allen Dynamikstufen zur Höhe hin zu. In 16 Metern Entfernung erreichen die Werte beim pp 40 dB in der Tiefe und 70 dB in der Höhe. Die Werte im ff liegen bei 85 dB und 100 dB. Am Ohr des Spielers erreicht das Instrument Spitzenwerte von über 115 dB.

Bauformen

Unter einer Posaune versteht man im Allgemeinen eine Zugposaune. Die Ventilposaune bildet eine Sonderform.

Der Zug dient der Tonhöhenänderung, da durch Hinausschieben die Luftsäule verlängert wird. Er besteht aus den beiden über einen Quersteg verbundenen Rohren des Innenzugs und dem U-förmigen Außenzug, in der Regel mit Wasserklappe. Die Innenrohre sind am Ende zum Schuh etwas größer im Außendurchmesser und berühren hier fast den Außenzug. Der Zug muss regelmäßig „geschmiert“ werden: Durch auf den Innenzug aufgetragenes Posaunenfett bildet dazukommendes Wasser kleine Perlen, ähnlich den Kugeln eines Kugellagers, auf denen dann die beiden Teleskoprohre reibungsarm laufen. Ein direkter Materialkontakt (Messing/Neusilber/Chrom) oder sogar das trockene Laufen auf dem Fett hätte eine extrem hohe Haftreibung zur Folge, die eine leichtgängige Funktion des Zuges nicht gewährleistet. Aus diesem Grund befeuchtet der Posaunist den Zug auch während des Musizierens regelmäßig mit vorhandenem Kondenswasser aus dem Zug oder mit einer kleinen Pump-Wasserflasche. Alternativ zur Fett/Wasser-Kombination kann auch ein Siliconölgemisch aus verschiedenen Konsistenzen verwendet werden.

Wie bei allen gängigen Blechblasinstrumenten kann die Stimmung der Posaune über einen Stimmzug kalibriert werden. Er befindet sich in der Regel im hinteren Bogen vor dem Schallstück. Diese Anordnung ist kostengünstig und mit geringem Aufwand zu realisieren. Sie ist aber für die Ansprache und die Intonation nicht ganz unproblematisch, da ein Bereich des Instruments, der sich bereits deutlich konisch erweitert, hier nochmals durch zylindrische Passagen unterbrochen wird. Eine wenig gängige Alternative besteht darin, die Stimmvorrichtung in den Zug zu integrieren.

Die heute am weitesten verbreiteten Stimmlagen sind die Tenor- und Bassposaune. Vergleichbar anderen Instrumenten der Renaissance wie etwa der Blockflöte wurde die Posaune historisch jedoch in allen Stimmlagen von Piccolo bis Kontrabass gebaut.

Quelle Text: Wikipedia external-link-icon (bearbeitet/gekürzt)

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